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Geschichte von Widdersdorf
Das Gebiet rund um Widdersdorf wurde im 8.
Jahrhundert besiedelt und erstmals im Jahre 1109 urkundlich erwähnt. Das
mittelalterliche Leben war geprägt durch die Grundherrschaft geistlicher
Institutionen. In Widdersdorf bestand der Ortskern aus drei großen Höfen, die
alle drei im Besitz der Kirche waren. Das Kölner Damenstift St. Maria im
Kapitol besaß den Burghof und das Kölner Dominikanerinnenkloster St. Gertrud den Mertenshof und den Tönneshof. Die Höfe wurden an Bauern
meist gewinnbringend verpachtet. Die Pächter hatten im Dorf sehr viel Ansehen,
da die meisten Bewohner nur kleine Bauern oder Tagelöhner waren. Weniger
Grundbesitz als die Kirche hatte der Adel. So besaß z.B. die Familie Brassart,
daher auch heute der Name Franz Brassart Str., den Turmhof.
Im 17. Jahrhundert fiel Widdersdorf in Bezug auf
das Zivil- und Strafrecht in den Herrschaftsbereich von Brauweiler.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verbesserte sich die wirtschaftliche Situation der
Bauern, denn am 09.06.1802 wurde von Napoleon durch Konsularbeschluß die
Aufhebung der rheinischen Klöster und Stifte angeordnet. Somit wechselten die
geistlichen und adligen Besitzungen auch in Widdersdorf ihre Besitzer. Landwirte
übernahmen die großen Höfe. (z.B. Landwirt Pingen.)
Widdersdorf gehörte 1816 der Bürgermeisterei Freimersdorf zusammen mit Brauweiler,
Dansweiler, Freimersdorf, Sinthern und Vogelsang an. Im Jahre 1851 wurde der
Name Bürgermeisterei in Gemeinde Freimersdorf geändert, dessen Amtslokal von
1851 bis 1855 in Widdersdorf lag und danach nach Brauweiler verlegt wurde.
1927 wurde die Gemeinde Freimersdorf zur Gemeinde Brauweiler. Widdersdorf war damals
einwohnerzahlmäßig eher klein, aber es wurden in den 20er und 30er Jahren doch
einige Vereine gegründet, die zum Teil heute noch einen wesentlichen Teil des
Dorflebens ausmachen. Es gründete sich der Musikverein Harmonie( Auflösung
1987), 1927 die DJK Teutonia und Anfang der 20er der Radfahrverein.
Am 01.10.1934 wurde die Gemeinde Brauweiler mit den Orten Brauweiler, Dansweiler,
Freimersdorf, Sinthern, Gut Vogelsang und Widdersdorf in das Amt Lövenich
eingegliedert. Der Amtssitz war damals in Weiden. 1937 wurde das Amt in Amt
Weiden umbenannt, jedoch blieb Brauweiler, also auch Widdersdorf, eine
ausgegliederte selbstständige Gemeinde im Amt Weiden. 1951 wurde das Amt Weiden
aufgelöst und die Gemeinden Brauweiler und Lövenich waren selbstständige
Gemeinden. Der Verwaltungssitz der Gemeinde Brauweiler war in Brauweiler. Durch
die kommunale Neuordnung im Jahre 1975 wurde Widdersdorf ein Stadtteil von Köln.
In den siebziger und achtziger Jahren gab es in Widdersdorf sehr viele
Neubaugebiete. Widdersdorf war auch damals schon interessant als Wohnort für
junge Familien, die lieber im Grünen wohnen wollten, aber trotzdem stadtnah.
Die Einwohnerzahl spiegelt diese Attraktivität wieder. Im Jahre 1995 zählte
Widdersdorf 4.998 Einwohner, 2004 ca. 6.857 und Anfang 2011 sind es schon 8.024
Einwohner.
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